Führung B: Gemüse - Kultivierungsgeschichte und alte Sorten

 

Die Museumsgärten werden mit einem regional üblichen Gemüsesortiment bestellt, aber auch viele verdrängte und fast vergessene Gemüsearten sind zu finden. Beim Anbau wird Wert auf samenfestes Saatgut gelegt. Viele der verwendeten Sorten, wie die Möhre „Lange rote Stumpfe ohne Herz“ oder der Kopfsalat "Maikönig" weisen außerdem eine lange Anbaugeschichte auf.

Bei einem Gartenrundgang werden Gemüsearten und ihre Kultivierungsgeschichte - vom wilden Vorfahr bis zumheutigen Kulturgemüse – vorgestellt. Die Vielfalt und Bedeutung der sogenannten „alten Sorten“ sind ebenfalls Thema (Dauer: 90 Min.)


Führung buchbar, Preis 68,00 EUR zuzgl. Museumseintritt


Als Sonderführung des Museums findet sie am 25.09.2017 um 14 Uhr 30 statt.

 

 

 

 

 

 Aus der Führung: Guter Heinrich 

 

Auch die Wildpflanzen des Museumsgeländes sind Thema bei der Führung. Guter Heinrich (Blitum bonus-henricus) ist ein typischer Vertreter der früheren dörflichen Ruderalflora. Sein natürliches Vorkommen ist heute gefährdet. Der bevorzugte Standort der mehrjährigen Pflanze, stickstoffreiche Böden in Siedlungsnähe, ist kaum noch vorhanden. Die Pflanze ist deutschlandweit auf den Listen der gefährdeten Arten zu finden. Im Freilandmuseum konnte er, wie andere gefährdete Wildpflanzen, angesalbt werden (Foto Kraus).